Das große Teig-ABC: Der Mürbeteig – Grundrezept, Tipps und Torten

Mürbeteig, Biskuit, Rührteig, Quark-Öl-Teig, Hefeteig, Blätterteig, Brandteig… Ich persönlich stehe oft mehr oder weniger ratlos vor den verschiedenen Teigsorten. Jeder Teig hat sein ganz persönliches Naturell – und braucht entsprechendes Einfühlungsvermögen. Dass meine übliche Holzhammermethode nicht immer die richtige ist, haben mir die Ergebnisse meiner langjährigen Backkarriere durchaus das eine oder andere Mal gezeigt. Ich habe mich also umgehört und umgeschaut und mir einen richtig guten Überblick über die verschiedenen Teigsorten und ihre Eigenheiten verschafft. In einer kleinen Serie stellen wir euch verschiedene Teigsorten vor, präsentieren euch Merkmale sowie Grundrezepte und zeigen, welche schönen Backwerke daraus entstehen können.

Heute im Mittelpunkt: Der Mürbeteig. Kaum ein Teig ist so vielfältig einsetzbar. Weil er wegen der Butter sehr knusprig ist, eignet er sich wunderbar als Tortenboden für leckere Obstkuchen, Tartes und krümelige Plätzchen.

Mürbeteig

Das Mürbeteig-Grundrezept (für 1 Springform):

  • 250 g Mehl
  • 75 g Zucker
  • 1 Ei
  • 125 g Butter oder Margarine
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

1. Mehl, Zucker, Ei und Butter in Flöckchen mit den Knethaken des Handrührgeräts verrühren und Mürbeteig mit den Händen glatt kneten. In Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 Minuten kalt stellen. Dann lässt sich der Teig später besser ausrollen.

2. Teig – ggf. etwas größer als die Springform – rund ausrollen.

Tipp: Lege den Teig zwischen die zwei Seiten eines aufgeschnittenen Gefrierbeutels. Dann haftet er nicht am Nudelholz.

3. Springform fetten und mit Mehl ausstäuben. Mürbeteig hineinlegen. Ggf. durch Andrücken des Teiges einen Rand formen.

4. Mehrmals mit der Kuchengabel einstechen, damit sich keine Luftblasen bilden, und backen.

Backzeit: 20-25 Minuten bei 150 – 180 Grad

Suessundselige Tipps & Tricks rund um den Mürbeteig:

  • Mürbeteig immer gut kneten bis keine Fettflöckchen mehr zu sehen sind. Ansonsten bilden sich beim Backen kleine Löcher.
  • Ihr möchtet schon vorbereitet sein für spontane Gäste oder habt am Besuchstag keine Zeit zum Backen? Den rohen Teig könnt ihr vorbereiten und ohne Weiteres noch bis zu einer Woche eingewickelt in Folie im Kühlschrank lagern. Zu Hause backen wir den Boden auch gerne vor und legen ihn dann noch ein bis zwei Wochen in den Schrank.
  • Saftiges Obst nicht direkt auf den ungebackenen Mürbeteig legen. Sonst wird der Teig schnell matschig. Am besten den Teig vorher mit gemahlenen Nüssen oder Paniermehl bestreuen.
  • Wenn ihr den Teig besonders fein mögt, ersetzt 50 g des Mehls durch Speisestärke oder gemahlene Mandeln. Mehr Biss erhält der Teig mit gehackten Mandeln wie bei der Himbeer-Crumble-Tarte.

Unsere Torten mit Mürbeteig:

Die Apfel-Sahne-Torte mit Vanille-Zimt-Note

Apfel-Sahne-Torte

Die Brüsseler Torte mit Beerensahne

Brüsseler Torte

Die Himbeer-Crumble-Tarte mit Pudding

Himbeer-Crumble-Tarte mit Pudding

Habt ihr noch tolle Ideen mit Mürbeteig?

5 Gedanken zu „Das große Teig-ABC: Der Mürbeteig – Grundrezept, Tipps und Torten

  1. Ich habe nach diesem Rezept gebacken, lief auch alles super, hab den Teig in Tartelettsförmchen gegeben, ließ sich auch super aus den Formen holen.
    Gefüllt hab ich ihn mit frischen Beeren und eine Geliermasse drüber, und dann ist es passiert, es lief alles unten aus! Ich befürchte das war durch die Löcher, hat jemand Tipps was ich falsch gemacht habe oder wie ich es das nächste mal besser machen kann?
    Vor ein paar Tagen hab ich ein anderes Rezept in eine große Form gegeben, und auch die Löcher eingestochen, aber da ist nichts passiert.

    • Hallo Isabeau,
      wichtig ist, dass du einen Rand in den Tartelettförmchen hochziehst. Die Geliermasse sollte noch innerhalb dieses Rands verlaufen. Stich nur ein paar mal sanft mit der Gabel in den Teig, es nicht keine „Löcher“ bis auf den Boden notwendig. Dann sollte nichts rauslaufen.
      Liebe Grüße und weiterhin viel Spaß beim Nachbacken!
      Anja

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