Oma Helgas Vanillekipferl – oder: Was Weihnachtsbäckerei und EU-Kommission gemeinsam haben

Erster Advent! ‚Endlich‘, meinen die einen. ‚Oh nein, schon wieder?‘, stöhnen die anderen. Aber: Weihnachtsmarkt-Besuch, Glühwein-Trinken und Plätzchenbacken machen Weihnachts-Fans und -Feinden gleichermaßen Spaß. Deshalb: Rührschüssel, Nudelholz und Waage zusammengesucht, Backschürze umgeschnürt – und los geht es. Dieses Mal in Osnabrück, wo wir – das sind Steffi, Tine und Anika, Anjas Freundinnen und Kommunikationskolleginnen – uns dieses Mal zu unserer regelmäßigen Reunion treffen. Wir haben gemeinsam in Hannover unseren Bachelor gemacht, leben und arbeiten inzwischen alle in anderen Städten. Fester Bestandteil unserer Zusammenkünfte: Kochen oder Backen. Letztes Mal gab es Flammkuchen, dieses Mal hat Anika im Vorfeld die Rezepte ihrer Oma Helga nach den absoluten Weihnachtsklassikern durchforstet und das für Vanillekipferl mitgebracht:

Vanillekipferl

Zutaten:

  • 250 g Mehl
  • 200 g Butter, weich
  • 100 g Mandeln, gemahlen
  • 80 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Paket Puderzucker, zum Wenden
  • 2 Päckchen Vanillezucker, zum Wenden

 Zubereitung der Vanillekipferl:

1. Mehl, Mandeln, Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel vermischen, weiche Butter in Flocken dazugeben. Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, auskratzen und das Vanillemark unter die restlichen Zutaten beifügen. Anschließend mit Knethaken oder – wie wir aus purer Freude an der klebrigen Sauerei – mit den bloßen Händen alles zu einem glatten Teig verkneten, in Alufolie wickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

2. In der Zwischenzeit Puderzucker sieben und mit den beiden Päckchen Vanillezucker vermischen. Den Rest der Wartezeit mit einem Glas Glühwein versüßen. ;-)

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3. Den Kühlschrank-gekühlten Kipferlteig zwischen den Händen rollen und zu Halbmonden formen. Bei 175°C (Umluft) ca. 20 Minuten backen, kurz abkühlen lassen und in der Puderzuckermischung wenden.

Übrigens, für alle optischen Backperfektionisten: Der perfekte Krümmungswinkel ist nicht nur Thema in der weihnachtlichen Backstube, sondern war lange Zeit auch Diskussionspunkt bei politischen Entscheidern in Brüssel. Die sogenannte Gurkenverordnung bzw. Gurkenkrümmungsverordnung regelte 20 Jahre lang (!!) die Einteilung von Gurken in verschiedene Handelsklassen. Wenn Eure ersten Kipferl-Gehversuche noch etwas tapsig ausfallen, keine Sorge: Die Gurkenverordnung gilt als Klassiker für den Regelungswahn der Politik. Und letztlich pflegt auch Anikas Oma immer zu sagen: Schief ist modern!

Osnabrück 291114 IIDamit wünschen wir euch viel Spaß beim Backen und Schlemmen! Wir gönnen uns in der Zwischenzeit noch mal einen Glühwein. :-)

Eure (Anja,) Steffi, Tine & Anika (v.l.n.r.)

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